Unsere Geschichte

Latin Link wurde während der evangelischen konfessionslosen Glaubens Missions Bewegung des 19. und 20. Jahrhundert gegründet. Unsere Wurzeln finden sich in den kleinen aber einflussreichen Missionsgesellschaften, die in Brasilien, Argentinien und in Peru tätig waren. Diese wurden oft sehr rasch durch europäische Gruppen oder einzelne Pioniere ins Leben gerufen, die später nebenbei Sende Organisationen aufbauten. Latin Link schätzt diese Arbeit und Geschichte von diesen Abenteurern, die ihr Heimatland verließen, ohne dabei an ihre Zukunftsaussichten zu denken, sondern mit der Leidenschaft los zogen, um in Latein Amerika evangelische Kirchen zu gründen und sie beim gesunden Wachstum zu unterstützen.

Erste Pioniere

Robert Reid

Aufgrund von schwierigen Umständen im Heimatland zog Dr. Robert Reid Kalley und seine Familie im Jahre 1855 von Schottland via Madeira nach Brasilien und wurde dort zum ersten ausländischen evangelischen Missionar in Rio de Janeiro. Daraus entstand die Missionsgesellschaft “Help for Brazil”, welche schlussendlich ein Teil von Latin Link wurde. 

Harry und Susan Strachan gingen als Missionaren im Jahre 1901-2 nach Argentinien und gründeten die “Latin America Mission”, mit welcher Latin Link ebenfalls eine enge Partnerschaft pflegt.

Im Jahre 1916 waren es Annie Soper und Rhoda Gould, die in Moyobamba Peru eine medizinische Versorgung begannen, die später dann in Latin Link eingebunden wurde.

Ein Jahrhundert früher

Unerwartet erwies sich die “World Missionary Conference” im Jahre 1910 in Endinburgh als ein wegweisender Moment für die Mission in Latein Amerika. Die vorherrschende Sicht, welche besagte, dass es in Latein Amerika nicht weiterer Mission bedarf, da die Kolonial Mächte ihre einheitlichen Kirchen aufbauten, ließ Latein Amerika von der Agenda verschwinden. In Folge dessen reagierten einige Missionaren wie Campell Morgan, Stuart Holden, George Grubb und Harry Guinness, die in kleineren Missionsgesellschaften in Peru, Argentinien und Brasilien tätig waren, und gründeten die “Evangelical Union of South America“ (EUSA). Diese Organisation wurde zum Zugpferd für die konfessionslose Mission in Latein Amerika von Europa und anderswo.

Latin Link

Während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es in vielen Teilen der Welt einen Aufschwung des Protestantismus. Speziell auch seine charismatische Richtung, die Pfingstbewegung trat auch immer mehr in Latein Amerika in Erscheinung. Dies an einem Ort, in welchem bis anhin seit 500 Jahren geschlossen der Katholizismus vorherrschte.

Kleine Kirchen wuchsen von der Grasoberfläche zur Kirche an der Straßenecke und sogenannte Mega Kirchen wiesen riesige Wachstumsraten auf, von welchen die evangelische Kirche in Europa nur träumen konnte. Das bisherige Ziel von den Missionsgesellschaften war bis an hin die Verkündung des Evangelium aber nun wuchsen viele lateinamerikanische Evangelisten heran.

Kleine Kirchen wuchsen von der Grasoberfläche zur Kirche an der Straßenecke und sogenannte Mega Kirchen wiesen riesige Wachstumsraten auf, von welchen die evangelische Kirche in Europa nur träumen konnte. Das bisherige Ziel von den Missionsgesellschaften war bis an hin die Verkündung des Evangelium aber nun wuchsen viele lateinamerikanische Evangelisten heran.

Multidirektionale Mission

Latin Link erkannte den Wunsch der lateinamerikanischen Kirche ihre eigenen Leute in die Mission zu schicken und stellte sich der Unterstützung zum Training und Vorbereitung von neuen Missionarskanditaten zur Verfügung.

Latin Partners, ein Zweig von Latin Link, wurde 1999 gegründet. Dadurch wurden schon einige Argentinische, Peruanische und Brasilianische Missionaren in englischen und irischen Kirchen platziert und Willkommen geheissen. Andere Lateinamerikaner wurden ebenfalls Mitglieder von Latin Link und arbeiten kulturübergreifend in ihrer Region und in anderen Teilen der Welt.

Latin Link wurde ebenfalls erfolgreich in der Schweiz gegründet und einige Schweizer Missionare stehen in Latein Amerika im Einsatz, manchmal auch in Verbindung mit der Schweizer (SMG) und der Deutschen (DMG) Missionsgesellschaften. Latin Link arbeitet in der Schweiz und in Deutschland ebenfalls mit lateinamerikanischen Migranten. 

Ganzheitliche Mission

Überblicken wir die Veränderungen in der Lateinamerikanischen Kirche, müssen wir Bezug zur parallelen Bewegung der Befreheitstheologie nehmen, die in Latein Amerika begann. Alsbald die protestantischen Kirchen nicht mehr länger in Abhängigkeit von ausländischen Missionaren standen, wurden die mehrheitlich arme und unterdrückte katholische Gesellschaft von radikalen Priester ermutigt, nicht mehr in Abhängigkeit von den spärlichen Ressourcen von Rom zu stehen sondern selber von sich etwas zu beginnen. Durch dies wandte sich die Lateinamerikanische Kirche von der traditionellen Kultur der Abhängigkeit ab.

Während die Befreiungstheologie immer mehr in die Kritik kam dem Marxismus anzuhängen, war ihre Alternative für die Armen weitreichende Auswirkungen und Einfluss auf die Mission in jedem Sektor der weltweiten Kirche zu haben.

Das Abkommen von Lausanne im Jahre 1974 gab durch lateinamerikanische Theologen und Missiologen wie Samuel Escobar, Rene Padilla und Orlando Costas wesentlichen Input zur Formulierung der ursprünglichen Prinzipien von Latin Link. Der dritte Kongress, welcher im Jahre 2010 findet statt, steht unter dem Thema der evangelischen Reformation mit einer starken Betonung auf Gerechtigkeit und ganzheitliche Mission. Bei viele Ausbildungsschulen der Mission in Latein Amerika steht die ganzheitliche Mission im Zentrum.

Verkündung nicht nur durch Wort sondern in Tat, durch ein übereinstimmendes Leben und soziales Engagement sind für die evangelische Mission zentral geworden und gehören zum eigentlichen Teil von der Arbeit von Latin Link..  

Die breitere Vision

Im Jahre 1991 begann Latin Link mit 40 Mitgliedern, die hauptsächlich von Großbritannien und Irland nach Latein Amerika gesendet wurden. Heute umfasst Latin Link bereits 140 Mitglieder, die 16 verschiedene Länder repräsentieren. (Letzter Stand) All diese Leute machen uns zu einer unidirektionalen und wahrhaftigen internationalen Gemeinschaft, zu der wir uns heute zählen.